Thripse

Thripse bekämpfen: 9 Mittel gegen Thripse an Zimmerpflanzen im Test

9 Mittel bei Thripsen: Was hilft wirklich gegen Thripse an Zimmerpflanzen?

Du hast Thripse an deinen Zimmerpflanzen?

Mein Beileid.

Thripse gehören zu den Schädlingen, bei denen man schnell merkt: Einmal kurz mit Wasser drüber sprühen und hoffen, dass alles wieder gut wird, funktioniert meistens nicht.

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Wenn du lieber schauen statt lesen möchtest, findest du hier das passende Video.

Diese kleinen Biester sind hartnäckig, verstecken sich gut und tauchen oft genau dann wieder auf, wenn man denkt: „Ha! Endlich bin ich sie los.“

In diesem Beitrag zeige ich dir, woran du Thripse erkennst, wie sie leben, warum sie so schwer loszuwerden sind und welche Mittel ich persönlich ausprobiert habe.

Und vor allem: Was davon hat wirklich geholfen?

Ich bewerte die Mittel nach dem klassischen Schulnotensystem:

  • Note 1: sehr gut, wirkt zuverlässig
  • Note 2: gut, kann funktionieren
  • Note 3: okay, aber mit Einschränkungen
  • Note 4: eher schwach
  • Note 5: kaum hilfreich
  • Note 6: kann man sich sparen

Mein persönlicher Maßstab ist dabei ziemlich einfach: Ich möchte möglichst wenig Aufwand, eine einfache Anwendung und im Idealfall sollen die Thripse nach einer Behandlung weg sein.

Ob das realistisch ist? Na ja. Sagen wir so: Thripse haben andere Pläne.

Was sind Thripse?

Thripse sind kleine Pflanzenschädlinge, die an Blättern saugen.

Sie sind meist etwa 1 bis 2 mm groß, oft dunkel bis schwarz und sitzen besonders gerne auf den Blattunterseiten.

Gerade bei Zimmerpflanzen wie Monstera, Philodendron, Syngonium, Alocasia oder Anthurium können sie schnell zum Problem werden.

Sie stechen die Pflanzenzellen an und saugen den Pflanzensaft heraus. Dadurch entstehen typische Schäden am Blatt.

Das Gemeine daran: Man sieht oft zuerst die Schäden und erst später die Tiere selbst.

Wie sehen Thripse aus?

Ausgewachsene Thripse sind kleine, längliche Insekten.

Sie wirken oft wie winzige schwarze oder dunkelbraune Striche, die über das Blatt laufen.

Die Larven sind meist heller, gelblich oder beige und dadurch manchmal noch schwerer zu erkennen.

Wenn du sehr genau hinschaust, kannst du sie auf den Blattunterseiten entdecken.

Besonders verdächtig sind kleine dunkle Punkte, silbrige Flecken oder transparente Stellen im Blatt.

Wie erkennst du Thripse an Zimmerpflanzen?

Thripse verursachen ein ziemlich typisches Schadbild.

Thripse

Die Blätter sehen oft fleckig, silbrig, transparent oder vernarbt aus.

Auf der Blattunterseite erkennt man häufig kleine Fraßstellen. Das Blatt wirkt dort nicht mehr satt grün, sondern eher ausgelaugt oder beschädigt.

Bei starkem Befall können die Blätter sich verformen, gelb werden oder komplett absterben.

Thripse

Typische Anzeichen für Thripse sind:

  • silbrige oder helle Flecken auf den Blättern
  • transparente Stellen im Blattgewebe
  • kleine schwarze Punkte auf Blattunterseiten
  • helle Larven auf jungen Blättern
  • verkrüppelte oder beschädigte neue Blätter
  • kleine dunkle Tierchen, die sich schnell bewegen
  • Schäden besonders an Blattunterseiten und neuen Trieben

Wenn ein neues Blatt direkt komisch aussieht, vernarbt ist oder sich nicht sauber entfaltet, lohnt sich ein genauer Blick.

Thripse lieben neue, weiche Pflanzenteile.

Wie lange leben Thripse?

Der Lebenszyklus von Thripsen ist einer der Gründe, warum sie so nervig sind.

Vom Ei bis zum ausgewachsenen Tier dauert es bei ungefähr 25 °C etwa zwei Wochen.

Das bedeutet: Selbst wenn du heute viele sichtbare Thripse erwischst, können in ein bis zwei Wochen neue Tiere auftauchen.

Warum?

Weil die Eier in das Pflanzengewebe gelegt werden.

Du sprühst also nicht automatisch alles weg, was in der Pflanze steckt.

Genau deshalb muss man Behandlungen meistens wiederholen.

Warum kommen Thripse immer wieder?

Viele denken nach der ersten Behandlung: „Okay, ich habe alles eingesprüht. Jetzt müsste es erledigt sein.“

Und dann, zwei Wochen später: Überraschung. Wieder kleine Viecher.

Thripse

Das liegt oft daran, dass Thripse an mehreren Stellen sitzen können:

  • auf Blattunterseiten
  • an Stielen
  • in Blattachseln
  • in kleinen Hohlräumen an der Pflanze
  • in oder auf dem Substrat
  • am Moosstab
  • an alten Blattscheiden
  • an jungen, noch eingerollten Blättern

Wenn du nur die Blattoberseite behandelst, kannst du es eigentlich fast lassen.

Thripse sitzen sehr gerne dort, wo man nicht direkt hinschaut.

Können Thripse springen oder fliegen?

Ja, Thripse können sich ziemlich gut verbreiten.

Sie können springen, krabbeln und je nach Entwicklungsstadium auch fliegen beziehungsweise kurze Strecken überwinden.

Wenn deine Pflanzen dicht zusammenstehen, ist das für Thripse natürlich ein kleines All-inclusive-Buffet.

Sie wandern von Pflanze zu Pflanze und können sich auch über Kleidung, Hände oder Werkzeuge verteilen.

Wenn du also an einer Pflanze Thripse findest, solltest du nicht nur diese eine Pflanze kontrollieren.

Schau dir unbedingt auch die Nachbarpflanzen an.

Was tun, wenn du Thripse entdeckt hast?

Wenn du Thripse findest, solltest du schnell handeln.

Der erste Schritt ist immer: Pflanze isolieren.

Stell sie so weit wie möglich von anderen Pflanzen weg.

Wenn du viele Pflanzen dicht beieinander hast, kann es aber leider sein, dass der Befall schon weitergewandert ist.

Dann solltest du nicht nur eine Pflanze behandeln, sondern alle Pflanzen in der Nähe kontrollieren und im Zweifel mitbehandeln.

Gerade bei größeren Sammlungen ist das nervig, aber besser als später die komplette Wohnung voller Thripse zu haben.

Wie behandelt man eine Pflanze richtig gegen Thripse?

Der wichtigste Punkt: Du musst die komplette Pflanze behandeln.

Nicht nur ein Blatt.

Nicht nur die sichtbaren Stellen.

Nicht nur die Blattoberseite.

Alles.

Dazu gehören:

  • Blattoberseiten
  • Blattunterseiten
  • Stiele
  • Blattachseln
  • alte Blattscheiden
  • Hohlräume am Stamm
  • Moosstab
  • Substratoberfläche
  • Topfrand

Bei einer Monstera sitzen Thripse zum Beispiel gerne dort, wo der Blattstiel aus dem Stamm kommt.

Diese kleinen Ritzen und Hohlräume sind perfekte Verstecke.

Wenn du dort nicht behandelst, überleben Tiere und der Befall startet wieder von vorne.

Warum Tunken oft besser ist als Sprühen

Wenn die Pflanze klein genug ist, ist Tunken oft die beste Methode.

Beim Sprühen kann man Stellen übersehen.

Beim Tunken erwischst du viel mehr Oberfläche auf einmal.

Dafür kannst du dir einen kleinen Schutz basteln, damit dir das Substrat nicht aus dem Topf fällt.

Thripse

Zum Beispiel aus Pappe oder Plastik:

  • eine Scheibe ausschneiden
  • einen Schlitz bis zur Mitte machen
  • in der Mitte ein Loch für den Pflanzenstamm lassen
  • über den Topf legen
  • Pflanze kopfüber tunken

So kannst du die Pflanze in eine Lösung tauchen, ohne dass dir direkt das ganze Substrat entgegenkommt.

Bei großen Pflanzen wie riesigen Monsteras ist das natürlich nicht mehr realistisch.

Aber bei kleinen Pflanzen ist Tunken wirklich sehr effektiv.

Meine Bewertung: Was hilft gegen Thripse wirklich?

Ich habe verschiedene Mittel ausprobiert.

Manche waren okay. Manche waren nervig. Manche waren eher dekorative Hoffnung in Flaschenform.

Hier kommt meine persönliche Einschätzung.

1. Wasser gegen Thripse

Fangen wir mit dem Klassiker an: Wasser.

Viele denken erstmal, man könnte Thripse einfach abduschen oder absprühen.

Meine Erfahrung: Kann man machen, bringt aber kaum etwas.

Thripse halten sich erstaunlich gut fest.

Ich habe Pflanzen schon mit einem Schlauch abgesprüht und die Thripse saßen danach teilweise immer noch auf dem Blatt.

Vielleicht erwischt man ein paar schwache Tiere oder spült einzelne Larven herunter.

Aber als echte Bekämpfung reicht Wasser nicht aus.

Das Problem ist außerdem: Eier im Blattgewebe erwischst du damit sowieso nicht.

Und Tiere in Ritzen, am Stamm oder im Substrat lachen sich wahrscheinlich winzige Thrips-Fäustchen.

Meine Bewertung: Note 6

Wasser allein kannst du gegen Thripse praktisch vergessen.

2. Neemöl gegen Thripse

Neemöl wird sehr häufig gegen Pflanzenschädlinge empfohlen.

Ich habe es ebenfalls ausprobiert.

Neemöl wird mit Wasser gemischt, braucht dafür aber einen Emulgator, weil Öl und Wasser sich sonst nicht richtig verbinden.

Es gibt fertige Mischungen mit Emulgator oder Produkte, bei denen man selbst mischen muss.

Thripse

Die Idee dahinter: Neemöl wirkt abschreckend und kann Schädlinge in ihrer Entwicklung stören.

In der Praxis war es für mich aber nicht die große Lösung.

Der Geruch ist speziell. Manche nehmen ihn kaum wahr, andere finden ihn unangenehm.

Ich würde sagen: leicht nussig, aber nicht unbedingt so, dass man die Wohnung damit parfümieren möchte.

Das größere Problem ist aber der Aufwand.

Du musst Neemöl regelmäßig anwenden, oft wöchentlich, weil die Wirkung nachlässt.

Bei ein oder zwei Pflanzen kann man das machen.

Bei einer größeren Pflanzensammlung wird es schnell nervig.

Wenn du mehrere Stunden brauchst, um alle Pflanzen einzusprühen, und das jede Woche wiederholen musst, verliert Neemöl sehr schnell seinen Charme.

Meine Bewertung: Note 3- bis 4

Neemöl kann helfen, ist mir persönlich aber zu aufwendig und nicht zuverlässig genug.

3. Raubmilben gegen Thripse

Raubmilben sind Nützlinge, die gegen verschiedene Schädlinge eingesetzt werden können.

Es gibt unterschiedliche Arten, die jeweils unterschiedliche Entwicklungsstadien von Thripsen fressen.

Raubmilbe Amblyseius cucumeris

Man bekommt sie meistens in kleinen Tütchen, die man in die Pflanzen hängt.

Aus diesen Tütchen krabbeln die Nützlinge nach und nach heraus und suchen nach Beute.

Der große Vorteil: Es ist eine biologische Methode und für Pflanzenfreunde mit vielen empfindlichen Pflanzen grundsätzlich spannend.

Der Nachteil: Es ist nicht automatisch eine Komplettlösung.

Viele Raubmilben fressen nicht den gesamten Thrips-Lebenszyklus.

Manche gehen eher an Larven, andere an bestimmte Stadien. Eier im Pflanzengewebe sind weiterhin ein Problem.

Das bedeutet: Du musst Nützlinge regelmäßig einsetzen und oft über mehrere Wochen oder Monate dranbleiben.

Bei vielen Pflanzen kann das teuer werden.

Ich habe für größere Mengen Raubmilben-Tütchen ungefähr 50 € bezahlt. Wenn man eine große Sammlung hat, summiert sich das.

Für einzelne Pflanzen oder zur Unterstützung können Raubmilben sinnvoll sein.

Als schnelle „einmal anwenden und alles ist weg“-Lösung waren sie für mich aber nicht stark genug.

Meine Bewertung: Note 3+

Raubmilben sind sinnvoll, aber eher als langfristige Unterstützung und nicht als Sofortlösung.

4. Blätter abschneiden

Wenn eine Pflanze extrem stark befallen ist, kann man stark beschädigte Blätter abschneiden.

Das reduziert die Menge an Thripsen auf der Pflanze und entfernt viele sichtbare Befallsstellen.

Ich habe das zum Beispiel bei einer stark befallenen Pflanze gemacht.

Thripse

Aber: Auch wenn alle Blätter weg sind, können Thripse noch am Stamm, in Ritzen oder im Substrat sitzen.

Ich habe nach dem Rückschnitt trotzdem noch einzelne Thripse an den Stielen gesehen.

Das zeigt ziemlich gut, warum Rückschnitt allein nicht reicht.

Blätter abschneiden kann helfen, den Befall zu reduzieren.

Aber danach musst du trotzdem behandeln.

Meine Bewertung: Note 3 bis 4

Hilfreich bei starkem Befall, aber allein keine Lösung.

5. Blattglanzspray gegen Thripse

Ich habe auch ein Blattglanzspray ausprobiert.

Solche Mittel legen sich wie ein Film auf die Blattoberfläche und lassen die Blätter schön glänzen.

Die Idee gegen Schädlinge ist: Die Oberfläche wird verändert, Tiere können schlechter haften oder kommen schlechter ans Blatt.

Thripse

In der Praxis hat mich das gegen Thripse nicht überzeugt.

Die Blätter glänzen danach zwar schön, aber Thripse sitzen eben nicht nur auf der glatten Blattoberfläche.

Sie sitzen auch an Stielen, in Ritzen, an Blattachseln und im Substrat.

Außerdem hatte ich bei panaschierten Pflanzen das Problem, dass weiße Blattbereiche empfindlich reagiert haben.

Bei einer Syngonium Albo Variegata wurden weiße Stellen teilweise transparent und unschön.

Für schöne Blätter vielleicht nett.

Gegen Thripse eher nicht mein Favorit.

Meine Bewertung: Note 4

Optisch nett, gegen Thripse aber zu schwach.

6. Schmierseife oder Goldseife gegen Thripse

Schmierseife beziehungsweise Goldseife wird ebenfalls oft als Hausmittel gegen Schädlinge genutzt.

Die Idee ist ähnlich wie bei anderen seifenbasierten Lösungen: Die Oberfläche wird benetzt, die Tiere können schlechter atmen, schlechter haften oder werden direkt geschädigt.

Thripse

Ich habe damit experimentiert, auch in Kombination mit anderen Mitteln.

Meine Erfahrung war aber eher ernüchternd.

Es kann den Befall etwas in Schach halten, aber bei mir war es keine zuverlässige Lösung.

Vor allem dann nicht, wenn man nur sprüht und nicht wirklich jede Stelle erwischt.

Außerdem ist es wieder viel Aufwand, wenn man viele Pflanzen hat.

Man muss regelmäßig behandeln, sehr gründlich arbeiten und trotzdem können Thripse überleben.

Meine Bewertung: Note 5

Kann unterstützend wirken, war für mich aber nicht effektiv genug.

7. Normale Seife und Tunken

Normale Seife in Wasser war für mich deutlich interessanter, besonders beim Tunken kleiner Pflanzen.

Thripse

Wenn du eine kleine Pflanze kopfüber in eine Seifenlösung tauchst, erwischst du sehr viele Thripse direkt.

Die Seife reduziert die Oberflächenspannung des Wassers.

Dadurch können die Tiere schlechter auf der Oberfläche sitzen bleiben und ertrinken leichter.

Besonders effektiv ist das, wenn du die Pflanze einige Minuten in der Lösung lässt und leicht bewegst.

Wichtig ist aber: Pass auf, dass nicht zu viel Seifenlösung ins Substrat läuft.

Gerade bei empfindlichen Pflanzen sollte man vorsichtig sein.

Für kleine Pflanzen ist diese Methode aber deutlich besser als einfach nur Wasser zu sprühen.

Meine Bewertung: Note 3+ bis 2-

Beim Tunken kleiner Pflanzen ziemlich effektiv. Für große Pflanzen leider unpraktisch.

8. Chemische Schädlingsmittel gegen Thripse

Jetzt kommen wir zur Chemiekeule.

Thripse

Und ja, ich weiß: Viele möchten erstmal alles andere ausprobieren.

Kann ich verstehen.

Aber nach vielen Versuchen mit Wasser, Neemöl, Seife, Raubmilben und anderen Methoden bin ich persönlich an dem Punkt: Wenn ich Thripse sehe, greife ich schneller zu einem richtigen Schädlingsmittel.

Ein Beispiel ist ein fertiges Schädlingsspray wie Spruzit AF Schädlingsfrei von Neudorff.

Solche Mittel sind dafür gemacht, Schädlinge gezielt zu bekämpfen.

Je nach Produkt wirken sie gegen verschiedene Stadien und unterschiedliche Schädlinge wie Thripse, Spinnmilben, Schildläuse, Weiße Fliegen oder Wollläuse.

Meine Erfahrung: Das hat bei mir am zuverlässigsten funktioniert.

Bei einer stark befallenen Pflanze habe ich die komplette Pflanze eingesprüht, inklusive Stiele und Substratoberfläche.

Bei einer anderen Pflanze war nach einer gründlichen Behandlung nichts mehr zu sehen.

Wichtig ist aber auch hier: Gründlich arbeiten.

Wenn du nur ein bisschen auf die Blätter sprühst, während die Thripse in Ritzen oder im Substrat sitzen, kann wieder etwas nachkommen.

Außerdem solltest du immer die Anwendungshinweise des jeweiligen Produkts beachten, besonders wenn Haustiere, Kinder oder essbare Pflanzen im Spiel sind.

Meine Bewertung: Note 1 bis 2

Für mich die effektivste Methode, wenn man Thripse wirklich loswerden will.

9. Mit Handschuhen oder Tüchern abwischen

Es gibt spezielle Pflanzenhandschuhe oder weiche Tücher, mit denen man Blätter reinigen kann.

Für Staub ist das super.

Gegen Thripse? Eher schwierig.

Wenn du nur die Blätter abwischst, entfernst du vielleicht ein paar Tiere.

Aber du erwischst nicht die Eier im Blatt, nicht die Tiere in Ritzen, nicht die Larven am Stamm und nicht das, was im Substrat sitzt.

Im schlimmsten Fall verteilst du die Thripse sogar noch auf der Pflanze.

Als Reinigung okay.

Als Schädlingsbekämpfung nicht ausreichend.

Meine Bewertung: Note 5 bis 6

Zum Blätterputzen nett, gegen Thripse keine echte Lösung.

Meine persönliche Rangliste gegen Thripse

Wenn ich die Methoden nach meiner Erfahrung sortieren müsste, sähe meine Liste ungefähr so aus:

  1. Chemisches Schädlingsmittel: am effektivsten
  2. Seifenlösung und Tunken: gut bei kleinen Pflanzen
  3. Raubmilben: sinnvoll als Unterstützung
  4. Neemöl: kann helfen, aber viel Aufwand
  5. Rückschnitt: reduziert Befall, löst ihn aber nicht allein
  6. Blattglanzspray: eher optisch als wirksam
  7. Schmierseife/Goldseife: bei mir zu schwach
  8. Abwischen: nicht ausreichend
  9. Wasser: kann man sich sparen

Sollte man das Substrat mitbehandeln?

Ja, zumindest die Oberfläche solltest du im Blick behalten.

Thripse können sich auch im Substratbereich aufhalten.

Besonders bei organischem Substrat können sie dort besser überleben als zum Beispiel in rein mineralischen Substraten.

Ich sprühe deshalb bei Befall auch die Substratoberfläche grob mit ein.

Thripse

Aber: Ich würde ein Schädlingsmittel nicht einfach wie Gießwasser durch den Topf kippen, wenn das Produkt dafür nicht ausdrücklich gedacht ist.

Immer nach Anleitung arbeiten.

Gerade bei chemischen Mitteln ist mehr nicht automatisch besser.

Wie oft muss man gegen Thripse behandeln?

Da Thripse einen Entwicklungszyklus haben und Eier im Pflanzengewebe sitzen können, reicht eine Behandlung nicht immer aus.

Oft muss man nach etwa ein bis zwei Wochen erneut kontrollieren und gegebenenfalls nachbehandeln.

Wenn du nach zwei Wochen wieder Tiere siehst, heißt das nicht automatisch, dass die erste Behandlung gar nichts gebracht hat.

Es kann sein, dass neue Thripse aus Eiern geschlüpft sind, die du vorher nicht erwischen konntest.

Deshalb ist Kontrolle so wichtig.

Welche Pflanzen sind besonders anfällig?

Nach meiner Erfahrung gibt es Pflanzen, die Thripse irgendwie besonders lecker finden.

Dazu gehören oft Pflanzen mit weichen, großen oder jungen Blättern.

Besonders häufig sieht man Probleme bei:

  • Monstera
  • Philodendron
  • Syngonium
  • Alocasia
  • Anthurium
  • Ficus
  • Calathea

Natürlich können Thripse auch andere Pflanzen befallen.

Aber wenn du viele tropische Zimmerpflanzen hast, solltest du regelmäßig kontrollieren.

Was du bei panaschierten Pflanzen beachten solltest

Panaschierte Pflanzen können empfindlicher reagieren.

Weiße Blattbereiche haben weniger Chlorophyll und sind oft anfälliger für Schäden.

Manche Sprays, Öle oder Blattglanzmittel können dort unschöne transparente Stellen verursachen.

Deshalb würde ich bei empfindlichen Pflanzen immer vorsichtig testen.

Wenn du ein neues Mittel verwendest, probiere es zuerst an einem Blatt oder einer weniger wichtigen Stelle aus.

Und sprühe nicht in direkter Sonne oder unter sehr starken Lampen.

Was du nicht tun solltest

Bei Thripsen gibt es ein paar Dinge, die man besser vermeiden sollte.

  • Nur sichtbare Tiere behandeln
  • Nur Blattoberseiten einsprühen
  • Befallene Pflanzen direkt neben andere stellen
  • Nach einer Behandlung nicht mehr kontrollieren
  • Zu lange mit wirkungslosen Methoden warten
  • Pflanzen nach Behandlung in direkte Sonne stellen
  • Produkte ohne Anleitung überdosieren

Gerade der Punkt mit dem Warten ist wichtig.

Wenn du zu lange herumprobierst, können sich Thripse weiter vermehren und auf andere Pflanzen ausbreiten.

Mein Fazit: Was hilft wirklich gegen Thripse?

Thripse sind hartnäckig.

Wasser allein bringt praktisch nichts.

Neemöl kann helfen, ist aber aufwendig und muss regelmäßig angewendet werden.

Raubmilben sind spannend und biologisch sinnvoll, aber eher als langfristige Unterstützung.

Seifenlösungen können bei kleinen Pflanzen gut funktionieren, besonders wenn man die Pflanze tunkt.

Am zuverlässigsten war für mich aber ein richtiges Schädlingsmittel.

Wenn ich heute Thripse entdecke, fackele ich nicht mehr so lange herum.

Ich kontrolliere die Pflanze gründlich, isoliere sie, behandle wirklich alle Stellen und kontrolliere nach ein bis zwei Wochen erneut.

Das spart am Ende Zeit, Nerven und oft auch Geld.

Wichtig ist: Egal welches Mittel du verwendest, die Anwendung muss gründlich sein.

Thripse sitzen nicht nur dort, wo du sie siehst.

Sie sitzen an Blattunterseiten, Stielen, Ritzen, Moosstäben und teilweise im Substrat.

Wenn du das berücksichtigst, hast du deutlich bessere Chancen, sie wirklich loszuwerden.


FAQ: Häufige Fragen zu Thripsen

Thripse erkennst du an silbrigen, hellen oder transparenten Flecken auf den Blättern, kleinen schwarzen Punkten und winzigen länglichen Tierchen auf den Blattunterseiten.

Ja, Thripse können Pflanzen stark schwächen. Sie saugen Pflanzensaft aus den Blättern und können neue Blätter verformen oder beschädigen.

Wasser allein hilft kaum. Es kann einzelne Tiere abspülen, bekämpft aber weder Eier noch versteckte Thripse zuverlässig.

Neemöl kann helfen, muss aber regelmäßig angewendet werden. Bei starkem Befall oder vielen Pflanzen ist es oft zu aufwendig.

Ja, Raubmilben können gegen bestimmte Entwicklungsstadien von Thripsen helfen. Sie sind aber eher eine langfristige Unterstützung und keine sofortige Komplettlösung.

Nach meiner Erfahrung helfen gründliches Behandeln der gesamten Pflanze und ein wirksames Schädlingsmittel am zuverlässigsten. Kleine Pflanzen kann man zusätzlich gut in Seifenlösung tunken.

Ja, oft ist eine Nachbehandlung nötig, weil Eier im Pflanzengewebe sitzen und später neue Thripse schlüpfen können.

Ja, Thripse können sich auch im Substratbereich aufhalten. Deshalb sollte man bei Befall auch die Substratoberfläche und den Topfrand kontrollieren.

Ja, befallene Pflanzen sollten möglichst schnell von anderen Pflanzen getrennt werden, damit sich die Thripse nicht weiter ausbreiten.

Ja, aber es braucht gründliche Behandlung, Kontrolle und oft Wiederholung. Wenn man nur halbherzig sprüht, kommen sie sehr wahrscheinlich wieder.


Auf dieser Seite werden eigene Fotos sowie teilweise KI-generierte Bilder verwendet.

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