Amblyseius californicus züchten: Raubmilben gegen Spinnmilben & Thripse
Raubmilbe Amblyseius californicus züchten: So baust du dir deine eigene kleine Nützlings-Armee
Spinnmilben, Thripse und andere kleine Pflanzenschädlinge können einem wirklich den letzten Nerv rauben.
Gerade wenn man viele Zimmerpflanzen hat, reicht es oft nicht, einmal kurz zu sprühen und zu hoffen, dass sich das Problem von allein erledigt. Manche Schädlinge kommen wieder. Und wieder. Und wieder.
Genau deshalb sind Nützlinge so spannend.
Der Artikel basiert auf meinem YouTube-Video:
„Raubmilbe Amblyseius Californicus züchten: So geht’s!“
In diesem Beitrag geht es um die Raubmilbe Amblyseius californicus. Ich zeige dir, wofür sie eingesetzt wird, welche Bedingungen sie mag und wie du dir zu Hause eine eigene kleine Raubmilben-Zucht aufbauen kannst.
Das Ziel: eine kleine Armee nützlicher Milben, die dir bei Spinnmilben und bestimmten Thripsen helfen kann.
Was ist Amblyseius californicus?
Amblyseius californicus ist eine kleine Raubmilbe, die als Nützling gegen bestimmte Pflanzenschädlinge eingesetzt wird.
Raubmilben sind winzige, bewegliche Tiere, die für deine Pflanzen nicht schädlich sind. Stattdessen jagen sie andere kleine Organismen, die deinen Pflanzen Probleme machen können.
Sie sind ungefähr 0,5 bis 1 mm groß, also wirklich winzig. Man muss schon genau hinschauen, um sie zu erkennen.
Optisch sind sie eher gelblich bis bräunlich und haben eine leicht birnenförmige Körperform.
Für uns Menschen sind sie harmlos. Für Spinnmilben und bestimmte Thripse sind sie dagegen eher schlechte Nachrichten.
Gegen welche Schädlinge hilft Amblyseius californicus?
Amblyseius californicus wird vor allem gegen verschiedene Spinnmilbenarten eingesetzt.
Dazu gehören unter anderem:
- Gemeine Spinnmilbe
- Karmine Spinnmilbe
- Obstbaumspinnmilbe
- Zitrusspinnmilbe
- Kalifornischer Blütenthrips
Ich habe sie mir vor allem wegen Thripsen geholt beziehungsweise gezüchtet.
Wichtig ist aber: Nützlinge sind keine magische Sofortlösung. Sie funktionieren am besten, wenn die Bedingungen passen und wenn man sie früh genug einsetzt.
Bei einem extrem starken Befall muss man oft mehrere Maßnahmen kombinieren.
Wie werden Raubmilben normalerweise angewendet?
Üblicherweise bekommt man Raubmilben in kleinen Tütchen geliefert.

Diese Tütchen hängt man einfach in die Pflanzen. Oben haben sie meistens eine kleine Lasche, sodass man sie gut ins Blattwerk hängen kann.
Aus diesen Tütchen krabbeln die Raubmilben dann nach und nach heraus und verteilen sich auf den Pflanzen.
Deshalb ist es sinnvoll, befallene oder gefährdete Pflanzen möglichst dicht zusammenzustellen. So können die Raubmilben leichter von Pflanze zu Pflanze wandern.
Wenn die Pflanzen weit auseinanderstehen, wird es für die kleinen Nützlinge schwieriger, sich effektiv zu verteilen.
Welche Bedingungen mögen Amblyseius californicus?
Damit sich Amblyseius californicus wohlfühlt, sind Temperatur und Luftfeuchtigkeit wichtig.
Die Raubmilben mögen Temperaturen zwischen ungefähr 15 und 38 °C.
Optimal ist es eher warm. Um die 30 °C fühlen sie sich besonders wohl.
Bei etwa 33 °C kann sich die Raubmilbe sehr schnell entwickeln. Unter guten Bedingungen dauert es nur wenige Tage, bis sich die Population vermehrt.
Auch die Luftfeuchtigkeit spielt eine große Rolle. Ideal sind ungefähr 75 % Luftfeuchtigkeit.
Deshalb funktionieren Raubmilben in Gewächshäusern, Vitrinen oder Pflanzenregalen mit höherer Luftfeuchtigkeit oft besser als in sehr trockener Wohnungsluft.
Kann man Amblyseius californicus in der Wohnung einsetzen?
Ja, man kann Amblyseius californicus auch in der Wohnung einsetzen.
Allerdings leben sie dort oft nicht ganz so lange wie in einem Gewächshaus oder einer Pflanzenvitrine.
Der Grund ist einfach: In normaler Wohnungsluft ist es häufig trockener. Außerdem finden sie irgendwann keine Nahrung mehr, wenn die Schädlinge verschwunden sind.
Dann nimmt die Population automatisch wieder ab.
Das ist grundsätzlich nicht schlimm. Raubmilben sind dafür da, ein Schädlingsproblem zu regulieren. Wenn keine Nahrung mehr da ist, verschwindet auch die Raubmilben-Population nach und nach.
Warum Raubmilben selbst züchten?
Raubmilben zu kaufen ist praktisch, kann aber auf Dauer teuer werden.
Wenn man viele Pflanzen hat oder häufiger Probleme mit Schädlingen bekommt, ist es spannend, sich eine eigene kleine Zucht aufzubauen.
So hat man immer wieder Nachschub und kann bei Bedarf gezielt Raubmilben ausbringen.
Natürlich ist das ein kleines Experiment. Man muss ausprobieren, welche Bedingungen funktionieren und wo das System vielleicht noch Schwachstellen hat.
Aber genau das macht es auch interessant.
Mein aktueller Aufbau für die Raubmilben-Zucht
Bei mir stehen die Raubmilben aktuell in einem großen IKEA-Regal.

Darunter liegt eine Heizmatte, die aber momentan nicht angeschlossen ist.
Da es gerade Juni ist und meine Wohnung ungefähr 22 bis 25 °C hat, reicht die normale Raumtemperatur aktuell aus.
Die Raubmilben stehen in kleinen Plastikboxen mit Deckel. Darin haben sie Wasser, Futter und genug Platz, um sich zu vermehren.
Ich habe außerdem den Eindruck, dass sie eher lichtscheu sind. Deshalb lasse ich die Leuchte darüber meistens aus.
So können sie sich in Ruhe vermehren.
Das Problem: Irgendwas ist noch undicht
Ganz perfekt ist mein System noch nicht.
Ich habe nämlich das Problem, dass sich die Raubmilben teilweise außerhalb der Box schneller vermehren als innerhalb.

Das bedeutet: Irgendwo ist mein System vermutlich nicht komplett dicht.
Meine aktuelle Vermutung ist das Mikrofasertuch, das ich als Lüftungsabdeckung verwende.
Raubmilben sind winzig. Wenn irgendwo eine kleine Lücke ist, finden sie sie.
Und wenn das Tuch zu dünn oder zu locker gewebt ist, können sie möglicherweise hindurchkrabbeln oder sich durch das Material arbeiten.
Das ist aktuell noch die Schwachstelle, die ich verbessern muss.
Was du für die Raubmilben-Zucht brauchst
Für den Aufbau brauchst du nicht wahnsinnig viel.
Die meisten Dinge bekommt man im Baumarkt, online oder hat sie vielleicht sogar schon zu Hause.
Du brauchst:
- eine dicht schließende Plastikbox mit Deckel
- stark klebendes Gewebeband oder Duct Tape
- ein Mikrofasertuch oder besser ein sehr feinmaschiges, stabiles Gewebe
- kleine Schälchen oder abgeschnittene Flaschenböden
- Blütenpollen als Futter
- Wasser
- optional Seramis, Moos oder ein anderes feuchtigkeitsspeicherndes Material
- Raubmilben-Tütchen als Startpopulation
Ich habe für meinen Aufbau eine 3,7-Liter-Box von Emsa verwendet.
Wichtig ist, dass der Deckel wirklich gut schließt. Bei meiner Box gibt es einen kleinen Gummi im Deckel, wodurch alles sehr dicht sitzt.
Das ist wichtig, weil die Raubmilben nur etwa 0,5 mm groß sind.
Jede kleine Lücke kann ein Ausgang sein.
Warum die Box wirklich dicht sein muss
Bei der Zucht von Raubmilben unterschätzt man schnell, wie klein diese Tiere wirklich sind.
0,5 mm klingt schon klein, aber wenn man sie live sieht, merkt man erst richtig, wie winzig sie sind.

Sie können durch kleinste Ritzen krabbeln.
Deshalb muss die Box möglichst dicht sein. Der Deckel sollte fest sitzen, es sollten keine Spalten offen bleiben und alle Lüftungsöffnungen müssen gut gesichert werden.
Wenn du die Box nicht komplett dicht bekommst, ist das nicht automatisch eine Katastrophe. Dann solltest du sie aber am besten direkt in der Nähe deiner Pflanzen aufstellen.
Wenn doch ein paar Raubmilben ausbrechen, landen sie immerhin dort, wo sie später sowieso hin sollen.
Das richtige Klebeband
Zum Abdichten habe ich Gewebeband verwendet.
In meinem Fall war es ein Universal-Gewebeband von UHU.

Wichtig ist nicht unbedingt die Marke, sondern dass das Band stark klebt und eine dichte Fläche bildet.
Heißkleber würde ich dafür nicht empfehlen.
Ich habe es ausprobiert, aber es funktioniert nicht so gut. Gerade bei kleinen Öffnungen und flexiblen Materialien ist starkes Tape deutlich praktischer.
Spare beim Klebeband nicht zu sehr. Jede kleine undichte Stelle kann später dafür sorgen, dass dir die Raubmilben aus der Box krabbeln.
Das Lüftungsloch im Deckel
Die Raubmilben brauchen Luft.
Deshalb bohrst oder schneidest du ein kleines Loch in den Deckel der Box.

Das Loch muss nicht riesig sein. Ein kleiner Bereich reicht völlig aus.
Danach wird das Loch mit einem feinen Gewebe abgedeckt.
Ich habe dafür ein Mikrofasertuch verwendet. Aktuell vermute ich aber, dass mein Tuch nicht ideal ist, weil die Raubmilben möglicherweise hindurchkommen.
Besser wäre vermutlich ein stabileres, sehr feinmaschiges Gewebe.
Das Gewebe wird von innen und außen mit Gewebeband befestigt, damit wirklich keine Lücken bleiben.
Futter für Amblyseius californicus: Blütenpollen
Als Futter verwende ich Blütenpollen.
Ich habe dafür Bienen-Blütenpollen genommen.

Die kleinen Pollen-Kügelchen sind hart und werden von den Raubmilben nach und nach bearbeitet.
Man sieht später, dass die Körner zerfallen und eine Art feiner Staub oder kleiner Sandhügel entsteht.
Das ist ein Zeichen dafür, dass die Raubmilben daran fressen.
Du brauchst nicht viel Futter. Ein kleiner Griff mit den Fingern reicht erstmal aus.
Lieber regelmäßig kontrollieren und nachfüllen, statt direkt viel zu viel in die Box zu geben.
Wasser und Luftfeuchtigkeit in der Box
Neben Futter brauchen die Raubmilben auch Feuchtigkeit.
Ich verwende dafür ein kleines Schälchen mit Wasser.

In das Wasser gebe ich gerne etwas Seramis.
Das Seramis soll die Feuchtigkeit besser halten und speichern.
Alternativ könnte man auch Moos verwenden. Ob es ganz ohne zusätzliches Material funktioniert, habe ich noch nicht ausreichend getestet.
Wichtig ist nur: Die Box darf nicht komplett austrocknen.
Gleichzeitig sollte sie aber auch nicht völlig nass und gammelig werden.
Die kleinen Schälchen in der Box
Für Futter und Wasser nutze ich kleine Schälchen.
Das können zum Beispiel abgeschnittene Böden von Wasserflaschen sein.
Es muss nichts Besonderes sein.
Ein Schälchen ist für das Wasser mit Seramis gedacht, das andere für die Blütenpollen.
Dann stellst du beides einfach in die Box.
Mehr braucht es im Grunde nicht.
So baust du die Zuchtbox Schritt für Schritt
Der Aufbau ist eigentlich ziemlich simpel.
Schritt 1: Box vorbereiten
Nimm eine gut schließende Plastikbox mit Deckel.
Achte darauf, dass der Deckel fest sitzt und möglichst keine Spalten offen bleiben.
Schritt 2: Lüftungsloch machen
Schneide oder bohre ein kleines Loch in den Deckel.
Das Loch dient nur der Belüftung. Es muss also nicht besonders groß sein.
Schritt 3: Loch mit Gewebe abdecken
Schneide ein Stück Mikrofasertuch oder ein anderes feinmaschiges Gewebe zurecht.
Lege es über das Loch und klebe es von innen und außen sorgfältig mit Gewebeband fest.
Achte darauf, dass wirklich keine Lücken bleiben.
Schritt 4: Wasser-Schälchen einsetzen
Stelle ein kleines Schälchen mit Wasser in die Box.
Optional kannst du etwas Seramis, Moos oder ein anderes feuchtigkeitsspeicherndes Material hineingeben.
Schritt 5: Futter-Schälchen einsetzen
Gib in ein zweites Schälchen eine kleine Menge Blütenpollen.
Ein paar Körnchen reichen am Anfang völlig aus.
Schritt 6: Raubmilben einsetzen
Lege ein oder mehrere Raubmilben-Tütchen in die Box.
Ich habe am Anfang mehrere Tütchen verwendet, weil ich wollte, dass die Zucht sicher startet.
Wenn du sowieso viele Tütchen für deine Pflanzen bestellt hast, kannst du ein paar davon für die Zucht verwenden.
Schritt 7: Box schließen und warm stellen
Schließe die Box und stelle sie an einen warmen, geschützten Ort.
Bei mir funktioniert normale Raumtemperatur im Sommer gut.
Eine Heizmatte kann helfen, wenn es kühler ist, aber man sollte aufpassen, dass es nicht zu warm wird.
Wie viele Raubmilben-Tütchen braucht man zum Start?
Ich habe ungefähr zwischen einem und fünf Tütchen in eine Box gelegt.
Das ist keine exakte Wissenschaft, sondern eher ein praktischer Startwert.
Je mehr Tütchen du verwendest, desto schneller kann die Population starten.
Wenn du nur ein Tütchen hast, kann es auch funktionieren, dauert aber eventuell länger.
Wichtig ist, dass genug Futter und Feuchtigkeit vorhanden sind.
Wie erkennst du, ob die Zucht funktioniert?
Du erkennst eine funktionierende Zucht daran, dass sich in der Box immer mehr kleine bewegliche Punkte zeigen.

Außerdem verändern sich die Blütenpollen.
Die Raubmilben fressen sich durch die kleinen Körnchen. Dadurch entsteht mit der Zeit eine staubige, sandige Struktur.
Wenn die Pollen deutlich weniger werden oder sehr zerfallen aussehen, kannst du etwas nachfüllen.
Auch das Wasser solltest du regelmäßig kontrollieren.
Wenn es verdunstet ist, füllst du einfach etwas nach.
Worauf du regelmäßig achten solltest
Bei der Pflege der Zuchtbox gibt es zwei Hauptpunkte:
- Es darf nicht zu trocken werden.
- Es darf nicht zu wenig Futter vorhanden sein.
Kontrolliere also regelmäßig Wasser und Blütenpollen.
Außerdem solltest du prüfen, ob die Box dicht bleibt.
Wenn du plötzlich überall außerhalb der Box Raubmilben findest, ist irgendwo eine Schwachstelle.
Dann musst du schauen, ob der Deckel, das Lüftungsloch oder das Gewebe undicht sind.
Wie bringst du die gezüchteten Raubmilben aus?
Wenn sich in einer Box genug Raubmilben befinden, kannst du sie auf deine Pflanzen verteilen.
Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten.
Möglichkeit 1: Box direkt in die Pflanzen stellen
Du kannst den Deckel abnehmen und die Box einfach zwischen deine Pflanzen stellen.
Dann können die Raubmilben selbst herauskrabbeln und sich verteilen.
Das funktioniert besonders gut, wenn die Pflanzen dicht beieinanderstehen.
Möglichkeit 2: Kleine Portionen verteilen
Du kannst auch etwas Material aus der Box in kleine Behälter geben und diese in verschiedene Pflanzen stellen.
So verteilst du die Raubmilben gezielter.
Möglichkeit 3: Kaffeefilter verwenden
Eine weitere Möglichkeit sind kleine Kaffeefilter.
Du kannst etwas aus der Zuchtbox in einen Kaffeefilter geben und diesen an die Pflanze hängen.
So ähnlich funktionieren auch die gekauften Raubmilben-Tütchen.
Die Raubmilben können dann nach und nach aus dem Filter herauswandern.
Warum mehrere Zuchtboxen sinnvoll sein können
Ich wollte ursprünglich mehrere Boxen bauen.
Die Idee dahinter: Wenn eine Box voll ist, kann man sie komplett oder teilweise ausbringen, während die anderen Boxen weiterlaufen.
So hat man immer Nachschub.
Gerade wenn man viele Pflanzen hat, ist das praktisch.
Man könnte zum Beispiel vier Boxen parallel betreiben und immer eine davon für die Pflanzen verwenden.
So geht einem die Population nicht so schnell verloren.
Meine Startschwierigkeiten
Ganz ohne Probleme lief es bei mir nicht.
Am Anfang habe ich mit Heizmatte gearbeitet.
Dann hatte ich aber das Gefühl, dass es zusammen mit der normalen Raumtemperatur zu warm wird.
Also habe ich die Heizmatte ausgeschaltet.
Bei ungefähr 22 bis 25 °C haben sich die Raubmilben trotzdem gut entwickelt.
Teilweise sogar so gut, dass sie sich selbstständig gemacht haben.
Das zeigt: Der Grundaufbau funktioniert, aber die Abdichtung muss noch besser werden.
Mein größter Tipp: Unterschätze die Größe nicht
Der wichtigste Punkt bei diesem ganzen Projekt ist wirklich die Größe der Raubmilben.
Sie sind winzig.
Wenn du denkst: „Ach, diese kleine Lücke ist bestimmt egal“, dann ist sie wahrscheinlich nicht egal.
Raubmilben finden Ritzen.
Deshalb lieber zu viel abdichten als zu wenig.
Besonders beim Lüftungsloch musst du sauber arbeiten.
Das Gewebe sollte stabil, feinmaschig und fest verklebt sein.

Lohnt es sich, Amblyseius californicus selbst zu züchten?
Wenn du nur wenige Pflanzen hast und selten Probleme mit Schädlingen bekommst, reicht es wahrscheinlich, gelegentlich fertige Raubmilben-Tütchen zu kaufen.
Wenn du aber viele Pflanzen hast, häufiger mit Spinnmilben oder Thripsen kämpfst oder gerne experimentierst, kann eine eigene Zucht sehr spannend sein.
Du bekommst dadurch mehr Kontrolle und kannst bei Bedarf schneller reagieren.
Außerdem macht es irgendwie Spaß, sich seine eigene kleine Nützlings-Armee aufzubauen.
Man fühlt sich ein bisschen wie ein winziger General im Kampf gegen Spinnmilben.
Fazit: Kleine Raubmilben, große Wirkung
Amblyseius californicus ist ein spannender Nützling für Zimmerpflanzen, Gewächshäuser und Pflanzenvitrinen.
Die Raubmilbe kann gegen verschiedene Spinnmilbenarten und bestimmte Thripse eingesetzt werden.
Für eine eigene Zucht brauchst du nur eine dichte Box, etwas Luftzufuhr, Blütenpollen, Wasser, Feuchtigkeit und eine Startpopulation.
Der Aufbau ist nicht kompliziert, aber die Details sind wichtig.
Vor allem die Abdichtung entscheidet darüber, ob deine Raubmilben in der Box bleiben oder plötzlich auf Wanderschaft gehen.
Mein System funktioniert grundsätzlich, hat aber noch Verbesserungspotenzial. Besonders das Mikrofasertuch werde ich vermutlich noch durch ein stabileres, feineres Material ersetzen.
Wenn du viele Pflanzen hast und regelmäßig mit Schädlingen zu tun hast, kann so eine kleine Raubmilben-Zucht aber wirklich hilfreich sein.
Und ganz ehrlich: Es ist schon ziemlich cool, wenn man nicht nur Pflanzen pflegt, sondern nebenbei auch noch seine eigenen kleinen Pflanzenschutz-Helfer züchtet.
FAQ: Häufige Fragen zu Amblyseius californicus
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